Corona-Management Made(n) in Germany - da ist definitiv der Wurm drin!

Bürokratie, Datenschutz, Perfektion, Ignoranz und Zweifel prägen unsere Politik, Verzweiflung und Neid prägen unsere Bürger, die Medien gieren nach Sensationen und Schlagzeilen, unsere Politiker praktizieren political correctness mit möglichst positiv klingenden Phrasen, aber definitiv unverbindlichen Inhalten. Und dann stehen auch noch wichtige Wahlen an.


Unsere Politiker, selbsternannte Super-Experten

Umfassende Erfahrungen in anderen Staaten sind unseren Politikern nicht präzise genug, berechtigte Fragen werden nicht beantwortet und auch nicht geprüft, Fehler wurden und werden gar nicht gemacht, wissenschaftliche Empfehlungen sind unwichtig ... und unsere Politiker halten sich nicht nur selbst für die einzig wahren Super-Experten, sondern feiern sich auch noch gegenseitig.


Zahlenspielereien

Nach mehr als einem Jahr gibt es noch immer keine validen Zahlen über Infektionsgefahren (oder werden vom RKI nicht veröffentlicht), alle wissen und bestätigen, dass der I-Wert (für Alle, die es immer noch nicht begriffen haben: das ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 innerhalb von 7 Tagen) nicht aussagekräftig ist, halten aber dennoch daran fest. Richtig wäre es, die Zahl der festgestellten Infektionen in Bezug zu den durchgeführten (PCR-)Tests zu setzen und dann z.B. als Prozentwert anzugeben. Es ist allerdings absehbar, dass die Auswertung noch schwieriger und ungenauer wird, wenn massenhaft Selbsttests durchgeführt werden, weil die negativen Ergebnisse gar nicht dokumentiert werden (können).


Föderalismus

Dass man regionale Unterschiede nicht ignorieren darf, ist auch ohne Föderalismus selbstverständlich. Auch innerhalb der Länder werden ja regional bis in die Kommunen zu Recht unterschiedliche Sachverhalte gewürdigt. Was sollen dann eigentlich die bundesweit gültigen I-Werte von 50 oder 35 als Grundlage für eventuelle Lockerungen?


Datenschutz

Die General-Ausrede für alle guten Lösungen, die wohl eher nicht gewollt sind. Fast täglich werden neue Gesetze für jeden Mist verabschiedet oder bestehende Gesetze aktuellen Bedarfen angepasst. Selbst das Grundgesetz wurde erst kürzlich geändert, aber das BDSG ist absolut tabu. Wenn z.B. ein Standort mit Uhrzeit gar nicht einer ganz bestimmten Person zugeordnet werden kann, sondern allenfalls einer anonymen Handynummer, dann müssen sie auch nicht geschützt werden. Ein Handy hat im Übrigen gar kein Recht auf Datenschutz und auch die Erhebung von Daten ist nicht verboten, sondern nur die Weitergabe von personenbezogenen Daten an unberechtigte Personen oder Institutionen!


Hygienekonzepte

Mit dem Argument zu hoher Infektionsgefahren und nicht ausreichender Hygienekonzepte bleiben Einzelhandel, Kultur, Gastronomie ... geschlossen. Friseure dürfen nun unter Auflagen wieder öffnen, weil Frisur etwas mit Würde zu tun hat. Schulen und Kitas dürfen ohne konkrete Auflagen öffnen, um das Leiden der Kinder zu beenden. Bei dieser Entscheidung wird das Infektionsrisiko in Schulen und Kitas von den verantwortlichen Politikern und gegen die Warnungen der richtigen Experten als sehr niedrig bewertet.


Impfreihenfolge

Unmittelbar nach der Entscheidung, Schulen und Kitas wieder zu öffnen, wurden Erzieher und Lehrer am 24. Februar höher priorisiert (jetzt Gruppe 2), weil sie plötzlich doch (wieder) sehr infektionsgefährdet sind. Und heute liest man, dass es Probleme bei der Impfung der Erzieher und Lehrer gibt. Sollen die Erzieher und Lehrer jetzt sogar schon vor den Menschen in Gruppe 1 und den über 80-jährigen geimpft werden, oder wie ist das zu verstehen?


Selbsttests

Schon seit fast einem Jahr gibt es Selbsttests, die auch in vielen Staaten mit Erfolg genutzt werden. Für die Ansprüche unserer Politiker waren die aber alle nicht gut genug. Jetzt sollen nur "sichere" Selbsttests flächendeckend eingesetzt werden. Da dann auch mehr Tests durchgeführt werden, wird es auch mehr positive Ergebnisse geben mit der Folge, dass auch der I-Wert wieder steigen wird. Ein bundesweiter I-Wert unter 35 wird also in ganz weite Ferne rücken.


Impfchaos

Erst konnte kaum geimpft werden, weil zu wenig Impfstoff verfügbar war, jetzt bleiben Impfdosen liegen, weil es an impfbereiten Bürgern fehlt. Man könnte ja auch einfach ermöglichen, dass sich impfwillige Bürger mit Prio 1 oder 2 bei den Impfzentren anmelden können, wenn sie bereit und in der Lage sind, jederzeit kurzfristig einspringen zu können.


AstraZeneca-Impfstoff

Großbritannien und andere Länder haben sehr positive Erfahrungen gemacht mit der Verimpfung an hochbetagte Menschen. Auch diese Auswertungen sind für unsere Politiker nicht gut genug. Die Folge: Viele Menschen, die das Glück hatten, überhaupt einen Impftermin zu bekommen, lehnen die Impfung ab und mehr als eine Million Impfdosen schlummern in den Regalen.


Die Negativ-Liste läßt sich sehr leicht ergänzen, denn es gibt nahezu gar kein Thema, das berechtigter sachlicher Kritik standhalten kann.